Wind und Wetter - wichtige Faktoren im Ballonsport!
Wie du dir vorstellen kannst, ist Heissluftballonfahren aus verschiedenen Gründen kein «Breitensport». So ist einerseits die Ausbildung sehr anspruchsvoll und nicht gerade billig. Dasselbe gilt für die Ausrüstung mit Ballonhülle, Korb, Trailer und allem Zubehör, inklusive Informatik! Weiter verlangt Ballonfahren sehr viel Geschick bei der Interpretation der heute vielfältigen Indikatoren zur Meteorologie, zu den Wetter- und Windverhältnissen. Das präzise Navigieren der Wettkampf-Ballone, die so ab 1'500 qm bis etwa 2'200 qm Luft-Volumen in sich haben, ist nur mit viel Fingerspitzengefühl und weitem Vorausdenken zu erreichen. Schon der Kapitän eines Kursschiffes muss beim Navigieren weit vorausdenken. Beim Ballonfahren kommt noch eine Dimension dazu, nämlich die Vertikale!
Also: Weil Ballonfahren kein Breitensport ist, müssen wir unsere Budgets jeweils knapphalten. So ist unser Anlass auf den Wettkampf (Schweizermeisterschaft und Swiss-Cup) ausgerichtet. Es starten zwar auch Fiesta-Ballone (Fahrten für Gäste von Sponsoren), ansonsten ist es uns nicht möglich, auf einem Festgelände Publikums-Attraktionen zu bieten. Sind aber die Wettkämpfer unterwegs, lassen Sie ihre Ballone am Himmel über der Region Langenthal gut sichtbar für die Interessierten tanzen.
Ein im Voraus fixes Programm kann es nicht geben: Von der Wettkampfleitung wird jeweils erst am Abend des Vortages anhand der Meteo-Daten festgelegt, ob Starts am nächsten Tag in Betracht gezogen werden können oder nicht. – Sofern definitiv gestartet werden kann, bekommen die Piloten beim Morgenbriefing die Aufgaben, so beispielsweise die Koordinaten, wo die Zielkreuze liegen, auf die sie Marker möglichst nah werfen oder fallen lassen müssen. Die Starts sind nicht immer an demselben Ort, teilweise müssen die Piloten den aus ihrer Sicht besten Startplatz selbst bestimmen. Geplant sind die Starts in der Regel morgens zwischen 5.30 Uhr und 7.30 Uhr sowie am Abend zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr.
Die aktuellen Informationen zum Wettkampfgeschehen wie Startorte, Art der Starts wie zum Beispiel Massenstarts, Orte der Abwürfe von Markern auf ein Kreuz etc. sind jeweils auf WhatsApp und längere Berichte auf der Webseite publiziert. Das kurze Video links zeigt den Zielwurf eines Markers durch einen Piloten aus dem Ballon. Daneben wird ein Ballon beim Aufstellen vom Bodenwind ziemlich niedergedrückt. Eindrückliche Szenen, welche das Können der Piloten wie auch den Einfluss von Winden im wahrsten Sinn des Wortes bildlich zeigen!