EM Wieselburg (A): Drei Schweizer Teams in den Top 4 - die Geschichte dieser Teamleistung!
Heissluftballon-Europameisterschaften 2025
Drei Teams in den Top 4 - die Geschichte dieser Teamleistung!
Vom 16. bis 23. August 2025 fanden in Wieselburg (Österreich) die Europameisterschaften im Heissluftballonfahren statt. Die Schweiz durfte mit acht Teams daran teilnehmen, was für uns eine grosse Ehre wie auch eine Herausforderung gewesen ist. – Drei Schweizer Teams bei den besten vier!
Werner Beyeler, du bist seit rund 3 Jahren Coach der Schweizer Nationalmannschaft im Heissluftballonfahren. Was habt ihr euch vorgenommen für die diesjährige Europameisterschaft in Wieselburg/Österreich?
«Unser erklärtes Ziel war, den Titel von 2023 zu verteidigen. Mit dabei waren nämlich sowohl der amtierende Europameister, Roman Hugi, als auch der Vize-Europameister, Stefan Zeberli! Dazu kamen weitere erfahrene und talentierte Schweizer Teams, deren Piloten für vorderste Plätze infrage kamen. Als Coach war für mich das Ziel, möglichst viele Podestplätze zu erreichen. – Hochgesteckte Ziele, waren doch insgesamt 82 Teams aus 21 Nationen am Start.»
Wie habt ihr euch für diese Europameisterschaft vorbereitet?
«Unsere Teams hatten an verschiedenen Staatsmeisterschaften und weiteren Bewerben teilgenommen und sich mit mehreren Spitzenplätzen in Szene gesetzt. Bei den Zusammenzügen der Nationalmannschaft haben wir unseren Teamgeist mit gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung gestärkt. Weiter konnten wir sicherstellen, dass uns zwei Windsonden-Teams während der Wettfahrten tatkräftig unterstützen. Für die gemeinsamen Trainings stellten zwei erfahrene Piloten knifflige Aufgaben, was eine optimale Vorbereitung ermöglichte.
Was hat deiner Meinung zu den hervorragenden Resultaten der Schweizer Equipen geführt?
«Bei Halbzeit der Meisterschaft waren vier unserer Teams punktemässig bereits sehr gut positioniert. So konnten wir davon ausgehen, dass sie alle in der Lage waren, einen Podestplatz zu erreichen. Beim täglichen Briefing wurde entschieden, dass die weiter hinten klassierten Teams sich in den Dienst der anderen stellen sollten, ohne dennoch eine gute eigene Rangierung aus den Augen zu verlieren. Dieser Teamgeist, die gegenseitige Wertschätzung und der Einsatz jedes Teammitglieds zugunsten des Gesamtziels ist einzigartig und hat mich höchst beeindruckt: Die hinten platzierten Teams starteten frühzeitig und stellten sich vollumfänglich in den Dienst der führenden Teams; dies mit dem Gesamtziel vor Augen. So erreichten wir eine Teamleistung, die uns alle mit grösstem Stolz erfüllt!»
Vielen Dank und herzliche Gratulation an dich als Coach und alle Teams für die tollen Leistungen mit dem Sieger, Stefan Zeberli, dem Dritten, David Strasmann, und dem Vierten, Roman Hugi. Das sind die besten Voraussetzungen für eine spannende Schweizermeisterschaft mit Swiss Cup (auch für die ausländischen Teams) vom 13. bis 17. Mai 2026.
